Wir leben in einer Empfehlungsgesellschaft – heute mehr als je zuvor

Nicht erst seit heute ist das eigene Entscheidungsverhalten maßgeblich vom Aussagen unserer Mitmenschen geprägt. Nach einer Studie des Beratungshauses McKinsey werden Entscheidungen zu ca. 30% durch die Meinungen in unserem Umfeld maßgeblich beeinflusst. Auch wenn dies heute noch überwiegend offline geschieht, so nimmt der online Anteil dieser Kommunikation exponentiell zu.

McKinsey: The consumer decision journey

Quelle: McKinsey

Soziale Medien wie Facebook und Twitter nehmen dabei eine zentrale Position ein. Hier treffen sich Freunde, Bekannte und Familie. Aber auch der Kontakt zu Prominenten oder Stars aus Film, Fernsehen, Sport und Musik kann hier erfolgreich geknüpft werden. Dann geht es ums Kommunizieren: Erst mal kann jeder von sich geben wonach ihm/ihr gerade so ist. Je nach Grad der online Vernetzung werden die Beiträge mehr oder weniger wahrgenommen. Je nachdem wer der Verfasser ist und welches Thema es betrifft, haben die Posts deutlich unterschiedlichen Einfluss auf den Leser. So kommen Kochtipps eines Sternekochs grundsätzlich nicht unbedingt besser an, als die vom Studienkollegen, wenn es um ein einfaches schnelles Nudelgericht geht. Empfehlungen sind also immer relativ zu Sender und Empfänger zu bewerten. Gute Ratschläge verbreiten sich in einer homogenen Gruppe sehr schnell und das geht online viel rasanter als offline. Häufig wird dieser Verteilungsprozess als “Word of Mouth” oder “Mund zu Mund Propaganda” bezeichnet.

Unternehmen machen sich dies seit langem zum Vorteil. Amazon ist hierbei einer der Vorreiter gewesen. Wohl jeder, der schon etwas auf Amazon bestellt hat, kennt die Kundenrezessionen unterhalb der Artikelbeschreibung. Auch wenn man nicht vorhatte ein bestimmtes Buch zu kaufen, so wirkt eine hohe Anzahl an guten Berichten deutlich auf eine positive Kaufentscheidung hin. Dies wirkt allerdings auch anders herum. So lässt man von einem Verkäufer auf ebay mit entsprechend negativen Bewertungen wohl eher die Finger weg. Die Effekte werden erzielt obwohl die Bewertungen und Kommentare im Falle von amazon und ebay von unbekannten / anonymen Personen kommen.

Überträgt man die so gewonnenen Erkenntnisse in einen Kreis mit Menschen die man persönlich kennt oder zumindest zu einem Themenkreis besonders schätzt, so wird die Wirkung des Einflusses der entsprechenden Aussagen noch mal deutlich erhöht. Der Musikdownload-Tipp eines Bekannten, dessen Geschmack man auch gut findet, führt sicher eher zu einem spontanen Kauf, als ein anonymer Kommentar. Ratschläge aus dem eigenen sozialen Netzwerk finden sich aber eben nicht auf amazon / ebay, sondern auf den jüngeren Plattformen wie Facebook und Twitter.

Soziale online Netzwerke werden bzw. sind für einige Gruppen bereits die zentralen Austauschwege unserer heutigen Gesellschaft. Wenn man bedenkt, dass im Mai 2013 der durchschnittliche Nutzer gut sechs Stunden auf Facebook verbrachte, so ist der Einfluss durch diese Medien bereits als beachtlich einzustufen. Vor allem kombiniert mit dem Fakt, dass es sich um ein Abbild der persönlichen Beziehungen handelt, erwächst die enorme Kraft dieser Kommunikationsform.

Dies machen sich immer mehr Unternehmen und zwar mit stark wachsender Tendenz zunutze. Social Media Advertising heißt das Stichwort. Der Anteil diese Werbeform nimmt einen immer höher werdenden Anteil am Budget von Unternehmen ein. Plattformen wir Bleeper.de (http://bleeper.de) helfen die maximale Wirkung durch in-feed Beiträge, die der Nutzer selbst einstellt zu erzielen (sogenanntes Crowd Sourced Advertising).