Monetarisierung von/auf Sozialen Netzwerken

Seit dem Twitter, Facebook und Co. sich mit Millionen von Usern quasi zum Allgemeingut erhoben haben, fragt man sich, wie diese Firmen wohl jemals Geld verdienen können. Hinter dieser seit Jahren gestellten Frage, steht bzw. stand die einfache Befürchtung, dass diese uns so lieb gewordenen Dienste einfach verschwinden könnten. Dieser Gedankengang war durchaus nicht so unabwegig wie es vielleicht klingt, denn ohne nennenswerte Einnahmen kann auch ein toller beliebter Dienst nur solange überleben, wie das Venture-Kapital reicht.

Twitter und Facebook haben Antworten gefunden. So hat Facebook sein eigenes Advertising-Network ,das – ganz nach dem Google-Vorbild – erhebliche Umsätze erzeugt. Genaue Größenordnungen werden wir wohl erst bei einem Börsengang erfahren. Auch Twitter hat mit den “promoted Tweets” und “promoted Trends” einen Anfang gemacht. Nach Aussage von Twitter werden wir in dieser Richtung noch einiges erwarten dürfen.
Ob diese Modelle nachhaltig ausreichende Einnahmen generieren werden, bleibt abzuwarten. Die Erfolgswahrscheinlichkeit ist jedoch recht hoch (siehe Google).
Auffällig ist jedenfalls, dass beide auf Werbung im weitesten Sinn setzen. Alternativen wie bezahlte Premium-Accounts, wie es z.B. Xing macht, werden mittelfristig nicht wirklich als Option gesehen.
Damit haben die Betreiber von sozialen Netzwerken erst mal ihren Überlebensweg gesichert.

Aber was ist mit den Usern dieser Dienste. Sie investieren unendlich viel Zeit um Inhalte, wie Texte und Bilder hochzuladen. Ohne dies hätte kein soziales Netzwerk einen Wert, d.h. dadurch wird es erst erschaffen und interessant. Dies zieht neue User an, das Netzwerk wächst und wird wertvoller.  Bisher haben die User keine Möglichkeit monetär daran zu partizipieren und eigene Einnahmen zu erzielen.  Das Stichwort hierzu lautet: Social Media Advertising.
Für Betreiber von eigenen Blogs/Websites ist es durch Werbeplattformen wie z.B. Google Adense schon seit Jahren möglich Umsätze durch das Einblenden von Werbung Umsätze zu generieren. Damit kann man zumindest einen Teil seiner Aufwendungen und zeitlichen Investitionen wieder zurückbekommen.

Diesem Problem hat sich Bleeper gestellt und eine Plattform geschaffen, die diesen Monetarisierungsnachteil die Micro-Blogging/SocialNetworking gegenüber “normalen” Blogger/Websites haben zu eliminieren.
Über Bleeper.de kann man aus einer Liste an Werbekampagnen gezielt diese auswählen, die zu einem passen. Dazu kann der vorgeschlagene Text angepasst und damit persönlicher gestaltet werden, bevor er mit einem Link zum Werbepartner in den Stream der eigenen Updates z.B. auf Twitter geschickt wird. Jeder Klick auf diesen persönlichen Link wird gezählt und ergibt Punkte. Diese können dann – nach der Beta-Phase – auf Bleeper.de in Euro umgetauscht werden.
Wie viele, wann und welche Kampagnen in den eigenen Sozial-Stream gesendet werden, entscheidet alleine der User. Diese volle Kontrolle verhindert, dass der Freundeskreis durch die Kampagnen-Bleeps belästigt werden würde.
Entsprechend eingesetzt, hat man so endlich die Möglichkeit durch seine Aktivität auf sozialen Netzwerken auch Einnahmen zu erzielen und etwas vom persönlichen Einsatz zurück zu bekommen (selbstverständlich neben all den qualitativen Nutzen von sozialen Netzwerken :-)